© 2009 Martin

gründer sein, 24/7

wenn ich “normalen” leuten (nicht abwertend gemeint. leute die eben ein “normales” angestelltenverhältnis haben) erzähl ich arbeite teilweise bis tief in die nacht, an wochenenden, an feiertagen, usw. dann bekomm ich meistens nur schiefe blicke.

überall steht geschrieben, dass gründer bzw. unternehmer 24/7 arbeiten. immer. notfalls im urlaub mit blackberry. ;) das machen andere berufsgruppen aber auch… ich glaube kaum, dass das eine urban legend is.

es ist viel arbeit, das ist klar. ganz klar auch, das leben geht für die arbeit drauf. falsch ausgedrückt, es verlagert sich hin zur arbeit. ich hab mir darüber mal gedanken gemacht, wie ich das mit mir selbst vereinbaren kann. ich seh das so: die gründung ist kein job, keine normale arbeit. die gründung ist momentan und hoffentlich noch viel länger mein leben. ich lebe dafür. jetzt könnte man die frage stellen, ob da nicht privatleben, hobbies, etc. draufgehen. nö! einerseits bleibt zwischendurch noch ausreichend zeit. aussufernde urlaube sind zwar gestrichen, aber mal weggehen am wochenende, sport machen, etc. läuft weiterhin. andererseits ist meine arbeit mein hobby, auch teil meines privatlebens. ich gehe gerne ins büro, treffe gleichgesinnte, tausche mich aus. mir macht das unglaublich viel spaß. und mich erfüllt das.

und ich glaube da ist auch der hund – vor allem in deutschland – begraben. wir sehen arbeit als job. gezwungen was zu machen um geld zu verdienen. schrecklich sowas, finde ich. wir sollten arbeit als teil unseres lebens begreifen. als angennehmen teil.

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