© 2009 Martin

interne strukturen eines startups

manch einer denkt sich sicherlich, dass start-ups flexible gebilde sind, ohne strukturen und gearbeitet wird einfach immer. oder zumindest so ähnlich. manch andere haben sicherlich auch die wunschvorstellung dass sie endlich dem “spießigen” angestelltenverhältnis mit strukturen, regeln und controlling entkommen sind.

is nicht so zumindest sollte es nicht so sein! und es ist gut dass es nicht so ist! einige strukturen erleichtern das start-up leben ungemein. aber bürokratie darf es auch nicht werden. geregelte bahnen mit ausreichend beinfreiheit!

bei uns (wir sind zu dritt) geht es hauptsächlich um aufgaben, termine und zeit. vor allem die ressource zeit ist extrem wichtig. zentrale frage daher, was mache ich mit meiner arbeitszeit, wie setze ich sie ein, wie manage ich meine ressource zeit und wie kontrolliere ich meine eingesetzte zeit, um evtl. etwas zu verändern.

wir führen ein excel dokument in dem wir runtergebrochen auf eine viertel stunde alle aktivitäten unseres start-up lebens eintragen. sind ziemlich viele aktivitäten, unterteilt in oberkategorien. also administration –> büroverwaltung, korrespondenz, etc. ; bp –> produkt, marketing, finanzen, etc. je nach schwerpunkt des gründers sind den aktivitäten sollwerte zugeordnet, z.b. 10% der zeit für bp. daran lässt sich dann sehen wie viel zeit man für unwichtige tätigkeiten verschwendet hat. wenn 10% der zeit für büroverwaltung drauf gehen, sollwert aber nur 1% ist, ist was falsch gelaufen. man kann also perfekt analysieren ob man sich auf seine kernaufgaben fokusiert hat bzw. hat fokusieren können. wenn nicht muss man sich wohl an die eigene nase fassen und am eigenen zeitmanagement arbeiten oder auf personal zurückzugreifen (sobald kohle da is).

stichwort zeitmanagement: echt nicht leicht. kommunizieren per mail, telefon, etc. macht ja spaß. es muss aber auch sinn machen. ziel ist dass ein unternehmen entsteht und wächst, dem ziel muss alles untergeordnet sein. aber als unternehmer ist man ja auch noch nicht gebohren worden…also kontrollieren, analysieren, besser machen!

im team lässt sich dann analysieren und vergleichen. meistens fällt einem selbst ja nicht auf wieviel zeit man für sinnloses verschwendet. nebenbei hat man auch noch einen guten überblick über die tatsächlich geleistete arbeitszeit. auch wenns schon wieder spießig erscheint, fehlzeiten und urlaub planen ist nicht unwichtig meiner meinung nach. konflikte von wegen “du warst so oft nicht da und ich war immer da” können so mit einer klaren regelung im keim erstickt werden.

hört sich viel an, ist aber nur ein einmaliger aufwand das dokument zu erstellen. die pflege kostet am tag 3 min. lohnt sich, denn das tool ist echt mächtig!

was wir noch machen ist unsere todos und termine im team zu verwalten. eine optimale lösung haben wir nicht gefunden aber mit google calendar gehts ganz gut. ein kalender für die termine und einer für die aufgaben. das ganze kann man dann mit outlook syncen. gibts ne bessere lösung?

so machen wirs also, kein patentrezept, aber es hilft ungemein produktiv voran zu kommen.

2 Comments

  1. Posted 13. Januar 2009 at 10:01 | #

    Hi Martin,
    interessante Tipps, vor allem das excel Tool scheint sehr nützlich zu sein. Ich glaube so etwas werde ich auch bei uns einführen.

  2. Posted 13. Januar 2009 at 14:27 | #

    Hey Manuel, ich kann dir gerne eine Vorlage scchicken. Grüße, Martin

2 Trackbacks

  1. By Martin-Riedel.net » jour fixe on 13. Januar 2009 at 14:49

    [...] auf dem Weg ins Unternehmertum interne strukturen eines startups [...]

  2. By vom tief ins hoch | Martin-Riedel.net on 23. Januar 2009 at 17:24

    [...] es so als sei vieles schlechter als es ist. jetzt haben wir die nötigen strukturen geschaffen (zur zeitplanung kommt jetzt noch eine urlaubsplanung plus regelung zur urlaubsvertretung hinzu). und wir haben [...]

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